6 bis 10 Jahre

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Das Kennenlernspiel

Ob Jugendfeuerwehrdienst oder Zeltlager: es besteht immer die Möglichkeit auf neue Menschen zu treffen. Dementsprechend hoch sind Unsicherheit und Neugierde. In dieser Situation sind Kennenlernspiele hilfreich. Man erhält die Möglichkeit die Namen der anderen zu hören und bestehende Unsicherheiten langsam abzubauen. Allerdings sollte die Kennenlernphase sorgfältig geplant und überdacht werden. Folgende Reihenfolge sollte beachtet werden:

1.    Vorstellungsrunden und Namensspiele
2.    Begrüßungsspiele
3.    Kennenlernspiele zum genaueren Kennenlernen
4.    Spiele bei denen die Spielenden in Körperkontakt kommen (
5.    Gemeinsamer Abschluss der Kennenlernphase durch Ausblick


Das Kooperationsspiel

Solche Spiele bezeichnen Aufgaben, die nur in der Gruppe gelöst werden können. Kooperationsspiele fördern dadurch den Zusammenhalt in der Gruppe, denn sie geben ihr eine Aufgabe, in der die Teilnehmer ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellen müssen. Besonders wichtig ist hierbei, dass die Gruppe gemeinsam zur Lösung  kommt und somit jedes Gruppenmitglied aktiv beteiligt werden soll.
Hierbei soll es das Ziel sein, Kommunikations- und Kooperationsmöglichkeiten als Team zu vermitteln und zu trainieren. Eine große Rolle bei dieser Spielart spielt die Reflexion, um zu gewährleisten, dass der vollzogene Lernprozess auch in den Gruppenalltag hineinwirken kann.

Die Reflexionsfragen sind vielfältig:
 
Wie lief die Entscheidungsfindung?
Wurden schwächere Gruppenmitglieder in den Prozess integriert?
Waren Kompromisse möglich?
Hat jemand die Führung übernommen?
Gibt es reale Situationen, in denen ich mich wie im Spiel verhalte?


Das Aktivierungsspiel

Wer kennt das nicht: Die Kinder und Jugendliche kommen nach einem anstrengenden Schultag ohne Antrieb zur Jugendfeuerwehr, sind nur wenig in der Lage sich auf die gestellten Aufgaben einzulassen, haben allerdings untereinander enormen Redebedarf. Mit Aktivierungsspielen kann es sowohl gelingen antriebslose Kinder und Jugendliche zu motivieren, als auch den Redebedarf im Nachgang einzudämmen. Aktivierungsspiele dienen ebenfalls als gemeinsamer Anfangspunkt für die Jugendfeuerwehrausbildung. Die Spielregeln sollten sehr einfach sein, Platz für Spontanität gelassen werden und alle werden mit einbezogen. Aktivierungsspiele sind nicht der eigentliche Mittelpunkt eures Unterrichtes, sondern dienen lediglich als Pädagogisches Mittel, um:

1.    „Dampf“ abzulassen
2.    Ermüdungserscheinungen entgegenzuwirken
3.    Die Diskussion zu beleben
4.    Nach Niederlagen wieder aufzumuntern
5.    Aktivitäten vorzubereiten


Das Wahrnehmungsspiel

 

Von Geburt an entdecken wir die Welt im Spiel mit allen Sinnen. Leider vernachlässigen viele Menschen mit zunehmendem Erwachsenenalter die bewusste Beschäftigung mit ihren Sinnen. Gerade im Bereich der Jugendfeuerwehr ist es wichtig die Sinne für die zukünftige Mitgliedschaft in der freiwilligen Feuerwehr zu schärfen. Allerdings gibt es hierbei grundlegende Dinge zu beachten:

1.    Die Erfahrung und Fähigkeiten sollten euch bekannt sein. Zu hohe Anforderungen führen schnell zu Frust und Rückzug.
2.    So wenig wie möglich Konkurrenzdenken aufkommen lassen.
3.    Passt eurem Spiel die entsprechende Umgebung an.
4.    Vertrauen muss sich erst entwickeln!
5.    Spiele im Vorfeld testen.


Das Vertrauensspiel

Durch Vertrauensspiele erhalten wir die Möglichkeit herauszufinden welches Vertrauen innerhalb der Gruppe bereits besteht. Entsprechend Dieser Information kann hierdurch Vertrauen nachhaltig ausgebaut werden. Dies gelingt durch Spiele, bei denen sich ein Mitglied auf seine Mitspieler oder die gesamte Gruppe verlassen muss. Jeder Einzelne lernt Vertrauen zu seinen Kameraden aufzubauen. Ein erfolgreicher Spielverlauf führt zum Abbau von Ängsten und Stärkung von Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Als Spielleiter ist hierbei besonders darauf zu achten, dass es keine Verletzung des Vertrauensverhältnisses während des Spiels gibt. Gerade bei Spielen mit verbundenen Augen kann es für den „Blinden“ traumatische Folgen haben, wenn er nicht durch die Gruppe geleitet wird.
Führt ihr Vertrauensspiele in Zweiergruppen durch (Auffangen durch den Partner) sollte darauf geachtet werden, dass der Gewichtsunterschied zwischen den Spielern nicht zu groß ist, so dass der kleinere Teilnehmer Probleme beim Auffangen des größeren bekommt, und es somit eventuell zu Verletzungen kommen kann.

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