10 bis 14 Jahre

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Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen von 10 - 14 Jahren

Zwischen dem 10. und dem 14. Lebensjahr wird der/die Heranwachsende von prägenden Lebensereignissen in der Entwicklung begleitet. Hierbei sind der anstehende Schulwechsel im Alter von 10 Jahren und die Aufnahme in den Kreis der Erwachsenen durch Jugendweihe und Konfirmation nur einige Eckpunkte. Kinder und Jugendliche in dieser Altersspanne entwickeln neue Interessen, möchten sich ausprobieren und beginnen sich langsam aus der elterlichen Fürsorge zu lösen. Dafür nehmen die Bindung und das Zugehörigkeitsgefühl an Gruppen einen großen Platz in der sozialen und moralischen Entwicklung ein. Eine ebenso hohe Bedeutung nehmen hierbei gleichaltrige Freunde ein. Diese können sie unter anderem auch im sicheren Rahmen der Jugendfeuerwehr finden. Da sich in dieser Altersspanne Kontakte und Freundschaften nach den entsprechenden Sympathien und Interessen bilden und sich diese Interessengebiete weitestgehend festigen, dürfen wir dies auch in der Gestaltung der Jugendfeuerwehrdienste nicht vernachlässigen.

In der Altersspanne von 10 – 14 Jahren bauen die Kinder ihre Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit aus. Auch der Umgang mit abstrakten Inhalten ist jetzt viel intensiver möglich. Auch durch die gesteigerte Analysefähigkeit von Problemen und Sachverhalten gelingt es nun, mit den Jugendfeuerwehrmitgliedern noch tiefer in die spannende Theorie und Praxis des Feuerwehrlebens einzutauchen. Dennoch darf hierbei nicht vergessen werden, dass ein „bunter Dienstplan“ Abwechslung schafft und auch Inhalte im Bereich der außerschulischen Jugendbildung ihren Platz im Jugendfeuerwehralltag finden müssen.  Als BetreuerIN sollten wir die Schlagworte „Selbstvertrauen geben“, „Eigeninitiative fördern und unterstützen“, „Achtung und Respekt“ nicht aus den Augen verlieren. Wir gelten als Vorbildfunktion und müssen von den Kindern/Jugendlichen geforderte Werte auch selbst leben.
Zwischen dem 10. Und 14. Lebensjahr gelingt es zunehmend aus dem gewohnten „Schwarz-Weiß-Denken“ auszubrechen und die Kinder gerade im Bereich der Eigen- und Selbstständigkeit zu fordern. Versucht sie aktiv miteinzubeziehen. Kleine Arbeitsaufträge oder feste Aufgaben stärken das Zugehörigkeitsgefühl und kommen ebenfalls dem stillen Wunsch der Kinder nach, Kooperation und Kreation zu leben. Die Kinder und Jugendlichen sollten in der Jugendfeuerwehr etwas sehen das Bestand hat. Hierbei spielen Rituale, sowie das Aufzeigen von Regeln und Grenzen eine wichtige Rolle. In der Praxis funktioniert das Erstellen von Regeln am besten gemeinsam. Hierbei ist es wichtig die „Kommunikation auf Augenhöhe“ nicht aus dem Blick zu verlieren. Gezieltes Einbeziehen der Kinder und Jugendlichen fördert das Selbstwertgefühl. Zusammengefasst bedeutet das demnach für die JugendgruppenleiterInnen:
1)    Kindern und Jugendlichen Selbstvertrauen geben
2)    Eigeninitiative unterstützen, fördern und fordern
3)    Weniger als „Leiter“, sondern mehr als Berater und Kamerad auftreten


Neben den feuerwehrtechnischen Inhalten stehen uns dafür Team- und Gesellschaftsspiele, Kooperationsspiele und Geschicklichkeitsübungen zur Verfügung.

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